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Der Beginn des Jahres 2015 war noch immer geprägt vom Tod Brigitte Schmitzbergers im Juli des Vorjahres. Nur durch einen besonderen Zusammenhalt der Mitarbeiter und des Vorstandes konnten die von Brigitte erfüllten Aufgaben verteilt und aufgearbeitet werden. Jedoch hat uns diese Situation auch notwendige Entwicklungsschritte aufgezeigt; davon später, zuerst chronologisch:

März 2015:     Wie schon im Vorjahr hat auch heuer die amerikanische Kellogg Stiftung in einer ganz Europa umfassenden Aktion Lebensmittel für den guten Zweck gespendet.
Über die Drehscheibe des Verbandes der Österreichischen Tafeln wurden mehrere Tausend Armutsbetroffene in Sozialeinrichtungen und an den Ausgabestellen der lokalen Tafeln im März mit Cornflakes versorgt.

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Wie auch bei allen anderen Großlieferungen, die den Bedarf unserer Ausgabestellen weit überschreiten, hat die  Flachgauer Tafel die weitere Verteilung organisiert. Dankenswerter Weise hat die Spedition Lagermax in Salzburg  Lagerflächen als Zwischenlager zur Verfügung gestellt und unser eigener Logistiker Ferdinand Putz hat ganze Arbeit geleistet.

Weitere Großspenden waren die 2 Tonnen Äpfel aus dem Burgenland, die ursprünglich für Russland bestimmt waren, Bohnendosen und Lebkuchen von den Erzeugern, Eistee von Rauch aus Vorarlberg, usw.

Die Flachgauer Tafel ist durch die Mitgliedschaft beim Verband der Österreichischen Tafeln zur Drehscheibe und Umschlagplatz für das ganze Bundesland geworden.

Wir sind mit den anderen Sozialeinrichtungen, wie z.B. Rollende Herzen, SoleArt, Vinzibus und Vinzitisch und SOMA bestens vernetzt und bedienen nach Möglichkeit auch die Wärmestube Salzburg, das Kinderdorf und die Sonneninsel in Seekirchen, Diakonie, Lebenshilfe, ABZ, usw.

 

Weitere Projekte:

Boku 2Ein weiterer Schwerpunkt dieses Jahres waren die Gespräche über die Zusammenarbeit mit der Wiener Tafel, die den Mitgliedstafeln des Verbandes ihre großen Marketingprojekte Tafelbox 20141016 089"Suppe mit Sinn" und "Tafelbox" dankenswerter Weise zur Nutzung freigegeben hat.

Die Tafelbox ist ein weiterer Meilenstein in der Rettung von Lebensmitteln.

Übrig gebliebene Speisen bei Buffets und in Gaststätten werden von den Gästen eigenverantwortlich und selbständig in die angebotene Lebensmitteltransportbox aus Ökokunststoff gepackt um zeitnah daheim oder zum Lunch in der Arbeit verzehrt zu werden.

Neben der Rettung von Lebensmitteln dient die TafelBox aber auch dem Einsatz gegen Armut und Hunger: Von jeder TafelBox geht ein Spendenbetrag von 20 Cent an die Tafeln.

 

Juni 2015:     Bei der Jahreshauptversammlung wurde unter anderem die neue Kassierende Sieglinde Stallegger gewählt und der neue Organsatorische Leiter in Eugendorf, Ferdinand Putz, bestätigt. Dem scheidenden Kassierenden Dkfm. Dr. Egon Plätzer wurde für seine äußerst korrekte Arbeit der Dank ausgesprochen.

Ferner konnte mit großer Freude berichtet werden über den gelungenen Abschluß einer Liefervereinbarung mit der Firma Hofer.

Nach ausführlichen Diskussionen im Vorstand und der Vorlage eines Berichtes einer Arbeitsgruppe über die vom Projektleiter Ernst Thomas Fingerl erarbeiteten Vorschläge, konnten bei der Jahreshauptversammlung wichtige Beschlüsse gefasst werden:

  • eine neue Struktur des Vereines mit definierten Arbeits- und Verantwortungsbereichen
    (siehe Organigramm)
  • Anstellung einer teilzeitbeschäftigten Geschäftsführung zur letztverantwortlichen Kontrolle und Zusammenarbeit mit allen operativen Bereichen. 
  • die Durchführung der vom Projektleiter vorgeschlagenen und verhandelten Marketingkonzepte "Suppe mit Sinn" und "Tafelbox".

Geplante Organisationsstruktur:                  Vorstand

                                                          Geschäftsführung          "Ideenwerkstatt"

Bereiche:

Warenakquise  Ehrenamtskoordination  I Bechtigungskarten I   Öffentlichkeits-  I  Marketing   I   Fuhrpark  I     IT
    & Logistik              & Schulung                       & Soziales             arbeit & PR      Fundraising    & Technik     & DV

 

Sonderprojekte:                                       CiviCRM-Verwaltungssystem    I    Suppe mit Sinn   I     Tafelbox
        

 

Herbst 2015: Das Tafelfest in Eugendorf

Anläßlich des Erntedankfestes der Pfarrgemeinde wurde von der Flachgauer Tafel zum Tafelfest eingeladen. Unter Mitwirkung einer Gruppe von 26 Asylwerbern, die größtenteils aus Afghanistan, Irak und  Somalia stammen und in Pebering im Gebäude der ehemaligen Wildbachverbauung untergebracht sind.

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Dazu gibt es einen Bericht in den Flachgauer Nachrichten.

Für die Flüchtlinge, mit denen gemeinsam eingekauft wurde und die Spezialitäten aus ihren Heimatländern kochten ("Kabuli rice" aus Afghanistan, "Chilli fry" aus Irak und "Samosas" aus Somalia war es ein Erlebnis und
"a great party", mit berührenden Szenen, als die Flüchtlinge mit voller IMG 2259 2Hingabe ihre Hymnen sangen.

 

 

Ernst Thomas Fingerl hatte schon vor diesem Fest einen ersten Kontakt mit den Flüchtlingn im Rahmen einer gemeinsamen Singstunde und so konnte das afrikanische Begrüßungslied "Binamo" (= Willkommen) in sämtliche Sprachen der Anwesenden übersetzt und zusamen mit der Bevölkerung gesungen werden.

Das Tafelfest wurde so zu einer berührenden   Willkommensgeste unserer Bevölkerung an die Flüchtlinge.

 

1. Oktober:  Kerstin 1Arbeitsbeginn für Mag. Kerstin Schmied aus Eugendorf, als teilzeitbeschäftigte Geschäftsführung (12 Wochenstunden).

Aufgabengebiete:

Letztverantwortliche Kontrolle und Zusammenarbeit mit allen operativen Bereichen, Abhaltung von monatlichen Besprechungen mit den einzelnen Bereichsteams, Administration, CiviCRM- Datenpflege, Büroorganisation), Betreuung der Sonderprojekte (Suppe mit Sinn, Tafelbox) und Sonderaufgaben (Förderungsansuchen, etc.)

 

16. Oktober : Eröffnung einer weiteren Ausgabestelle

An diesem Tag erfolgte die Eröffnung der neuen Ausgabestelle für die Fuschlseegemeinden in Faistenau, unter der Leitung von Anna Hinterholzner und Georg Girlek. Die Initiative dazu ging von Frau Mag. Gabriele Rupnik vom Salzburger Bildungswerk Hof aus, das zusammen mit der Leader-Region Fuschlsee und dem Katholischen Bildungswerk  den Projektleiter der Flachgauer Tafel, Ernst Thomas Fingerl, zu einer Veranstaltung am 19. Mai ins KULT eingeladen hatte.

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Diesem Startschuß folgte in Rekordzeit die Gründung einer bestens funktionierenden Projektgruppe, die sich aus den Bewohnern des geplanten Einzugsgebietes von Koppl, Plainfeld, Ebenau, Hintersee, Thalgau, Hof, Faistenau und Fuschl zusammensetzt. Größter Dank gebührt allerdings Frau Maria Grill, die das Lokal der ehemaligen Fleischhauerei Grill in Faistenau, ein praktisch komplett eingerichtetes Ladenlokal mit entsprechenden Kühlräumen, kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Die ausgezeichneten Berichte in der lokalen Presse haben die Ausgabestelle sehr schnell bekannt gemacht:                                                         ASt Faistenau Eröffnung

 

Flachgauer Nachrichten vom 16.10.2015

Bezirksblatt:

Salzburger Fenster:

 

Auch die Asylwerber im Flachgau werden von den drei Ausgabestellen in Faistenau, Mattsee und Eugendorf versorgt.

 

1. November:  Start der "Suppe mit Sinn"

Für diese erstmalig Österreichweit veranstaltete Marketing- und Spendenaktion gab es umfassende Vorbereitungsarbeiten:

Von der Flachgauer Tafel werden die Restaurants, Gastwirte und Hotels der Stadt Salzburg und des Flachgaues eingeladen zur Teilnahme:

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Mit Werbeunterlagen und einem Informationsbrief an die GastronomInnen wird dafür geworben, in den Wintermonaten von November bis Ende Februar, eine oder mehrere Suppen mit 1 Euro Aufschlag zu verkaufen, der für die regionale Tafel gewidmet ist.

Damit können genusstaugliche Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt und an bedürftige Mitmenschen weitergegeben werden. Mittels einer Anmeldung zur Teilnahme, die an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zurückzusenden ist, startet die Aktion.

Bericht in den Flachgauer Nachrichten vom 2. Dezember 2015

 

Ausblick und Vision:

Für einen gemeinnützigen Verein - der sich ein großes Ziel gesetzt hat - ist es unerläßlich, eine professionelle Struktur in der Verwaltung zu haben, um die Nachhaltigkeit, die im Interessse aller Beteiligten zu gewährleisten ist, auch zu garantieren. Die Vermeidung von Lebensmittelvernichtung und Versorgung Bedürftiger durch einen Ausgleich zwischen Überfluß und Mangel, ist so ein Ziel.

Das bedeutet, eine Struktur zu haben, die einer gut geführten und erfolgreichen Firma entspricht. Gleichzeitig ist klar, dass soziale Aufgaben in dieser Größenordnung nur durch den Einatz einer großen Schar von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  leistbar sind.

Die einzig mögliche Lösung für diesen Spagat scheint der Weg zu sein, den auch andere große Einrichtungen dieser Art (z.B. die Wiener Tafel) begangen haben. Die für die organisatorischen Belange erforderlichen Positionen sind durch angestellte und bestens geeignete Kräfte zu besetzen. Durch moderne Kommunikationseinrichtungen und attraktive Projekte sollen auch junge und jüngere MitarbeiterInnen gewonnen werden.

Mit Marketingaktionen, wie wir sie gerade starten, sollen die erforderlichen finanziellen Mittel aufgetrieben werden.

Wir haben den ersten kleinen Schritt dazu gemacht, die Einrichtung einer teilzeitbeschäftigten Geschäftsführung und hoffen auf weitere Unterstützung durch Sponsoren, Werbeflächenpartner und Vereinsmitglieder.

Mitgliedsantrag:

Sponsoringvereinbarung:

Herzlichen Dank, wenn wir Sie dazu motivieren konnten!